Aktuelles zu Bio

Medien sind zunehmend an Themen rund um Bio interessiert – eine gute und wichtige Entwicklung. Als Beispiel hier ein Artikel aus der „Schweiz am Wochenende“. Feedback erwünscht 🙂
Bio für die Welt

Bio in China

Kürzlich durfte ich eine Gruppe von Agrarvertretern aus der chinesischen Provinz Heilongjiang schulen. Ihr Interesse galt besonders der Frage, was denn Bioprodukte von konventioneller Ware unterscheidet. So war es etwa ziemlich überraschend für die TeilnehmerInnen (Mehrheit Männer ab 40), dass man im Biolandbau gänzlich auf chemisch-synthetische Produkte verzichtet. Einer Frage, ob man denn nicht noch wenigstens „ein bisschen“ Chemie verwenden dürfe… was ich natürlich abschlägig beantworten musste. Auch die Frage, ob denn da nicht einfach betrogen werde, bewegte einige. Korruption ist leider ein Thema, das in China nicht unbedeutend ist.

Fazit der Schulung: In China besteht ein reges Interesse an natürlich erzeugten Produkten ohne Chemierückstände. Der Weg dorthin ist aber noch weit, wenn man aber das Potental betrachtet, könnte China in Zukunft ein bedeutender Akteur in der weltweiten Biobewegung werden. Ich bin gespannt, was sich entwickelt.

Sinn und Nutzen von Labelratings

Wer sich ernsthaft mit den Anforderungen und Hintergründen der auf dem Markt angebotenen Labels auseinandersetzt, muss sich viel Zeit nehmen. So ist es sinnvoll, wenn marktunabhängige Organisationen wie der WWF oder die Stiftung für Konsumentenschutz Transparenz schaffen. Die letzte umfassende Analyse aus dem Jahre 2015 zeigt, dass die Knospe von Bio Suisse – und die darauf aufbauenden anderen Labels – DAS führende Label für Nahrungsmittel in der Schweiz ist, wenn man alle Faktoren berücksichtigt. Daneben schaffte es nur Delinat als Label für Biowein in die Spitzengruppe.
Mehr Infos hier: Labelrating

Produkte aus der Region – echt anders!

Regio ist das neue Bio, hört man oft. In der Tat ist aber Bio aus der Region noch besser, und immer mehr KonsumentInnen sind interessiert daran. Es ist aber kaum sehr ökologisch, wenn jede/r direkt zum Bauern fährt und dort seine Produkte abholt. Hier kommen neue Ideen zum Zug: der Online-Hofladen. Mich hat z.B. farmy.ch beeindruckt, die sich da auf ein relativ neues Terrain gewagt haben – und erfolgreich unterwegs sind.